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10 Jahre "Freilichtbühne am Buchberg"Eine aus der Not geborene Erfolgsgeschichte. (cr)Als vor nun mehr als 10 Jahren das alte Vitusheim in Schnaittenbach abgebrochen werden musste standen wir, die Spieler der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Schnaittenbach vor ener großen Frage. Ob, und wenn ja, wo werden wir spielen, bis das neue Pfarrheim fertiggestellt ist?Es gab verschiedenste Überlegungen. Im Gespräch waren unter anderem die Aula der alten Volksschule, ein landwirschaftlicher Stadel und zu guter Letzt kam auch der Vorschlag mit dem Buchberg ins Spiel. Ich weiss nicht mehr, wer den Vorschlag gemacht hat - auf jeden Fall haben wir uns (aus jetziger Sicht Gott sei Dank!) für ihn entschieden und sogleich in die Tat umgesetzt. Natürlich war der Aufwand den wir hatten enorm größer - schon alleine der überaus schweren Wandteile unserer damaligen Kulisse wegen. Anstatt sie einfach nur zwei Meter von der Rückwand der alten Bühne im Vitusheim nach vorne zu rücken und festzuschrauben, mussten sie nun die 4 Kilometer auf den Buchberg hinaufgekarrt werden und dort ihren Dienst tun. Auch viele andere Dinge waren beschwerlicher, doch das Freilichtspiel hatte uns für den Aufwand entschädigt. Mit dem Stück "'s Ghoamnis ums Bergkreuz" hatten wir auch gleich ein Paradestück für diese herrliche Naturkulisse gefunden und banden mit Begeisterung die Umgebung in die zum Teil turbulenten Jagdszenen in das Stück mit ein. Wir spielten in jenem Jahr auch das erste und einzige mal mit einem vierbeinigem Kollegen - Axel, dem Hund von Schorsch, unserem damaligen Regisseur, Spielleiter, Bühnenbauer, etc. Ich selbst bekomme heute noch eine "Gänshaut", wenn ich an den dramatischen Tod des Schaller Toni´s im Finale des Stückes zurückdenke. Das Jahr darauf folgte das Stück "Die neue Feuerspritzen" eine lustige, wenn vielleicht auch seichte Kommödie. Aber Spass hat uns das Stück mit der legendären Knödelschlacht auf der Bühne gemacht und ich versichere, alle Knödel waren echt! Dann sollte das letzte Stück auf dem Buchberg folgen. Stefan hatte das Stück "Birnbaum und Hollerstauden" zu vor in Leuchtenberg gesehen und uns begeistert davon erzählt. So fiel uns die Entscheidung für dieses Stück nicht allzu schwer. Nachdem die aufwendige Kulisse fertig gestellt und auch der Birnbaum gefunden, gefällt und mit Kirwabaum-ähnlicher Zeremonie auf der Bühne aufgestellt worden war, durften wir und auch die Zuschauer dieses Stück als ein neues Glanzlicht unserer vereinseigenen Theatergeschichte erleben. Es gab im Publikum Tränen vor Lachen als auch der Rührung, und für uns stand fest diese Naturkulisse weiter zu nutzen trotz der Fertigstellung des neuen Pfarrheims. Schorsch, der Kopf der damaligen Truppe, verabschiedete sich dann jedoch unerwartet von der Gruppe und gründete eine Nachwuchsgruppe, die "Neue Theatergruppe der Kolpingsfamilie Schnaittenbach". Nach einigen Diskussionen und kurzer Verwirrung wurden seine Aufgaben verteilt und unter neuer Leitung und Regie, Stefan übernahm die Aufgaben fast freiwillig, starteten wir mit dem Klassiker "Die drei Eisbären" in die vierte Saison. Ein Stück, dass wegen seines "natürlich, ruhigem Charms" eines meiner Lieblingsstücke wurde. Und es gäbe auch hierzu, wie bei fast allen Stücken, eine nette Anektote zu erzählen - aber das vielleicht ein andermal. Nun folgten in den nächsten Jahren die Stücke "Ihr Hoheit, die Bissgurn", "Der Jäger von Fall" und "Da hört sich der Gspass auf" - alles Stücke, die ich mir ohne die herrliche Naturkulisse gar nicht vorstellen kann. Jedes der Stücke verdiente mehr Erwähnung, ob der länge dieses Textes verzichte ich aber (erstmal) darauf. Die beiden letzten Stücke im achten und neuten Jahr waren "Die Widerspenstigen" und "Der Geisterbräu" - auch auf ihre Weise besondere Ereignisse für uns. Und nun befinden wir uns tatsächlich schon im zehnten Jahr. Mittlerweile ist es für alle selbstverständlich - mehr noch: unabdingbar - dass wir die Naturkulisse der Buchbergbühne als Schauplatz für unsere Stücke nutzen. Und dieses Jahr möchten wir uns und die Zuschauer zum 10jährigen Jubiläum belohnen. Zum einen mit der Wiederholung des Stückes "Birnbaum und Hollerstauden", dass uns und dem Publikum schon 1999 begeisterte, zum anderen mit einem zweitem Stück, erstmalig einem Kinderstück. "Der Räuber Hotzenplotz" treibt in diesem Jahr sein Unwesen auf dem Buchberg - und wir selbst fiebern gespannt den ersten Vorstellungen speziell für unsere kleinen Zuschauer entgegen... Doch wo liegt denn nun die "Erfolgsgeschichte"? Ist es wirklich so aussergewöhnlich, 10 Jahre auf einer Naturbühne zu spielen? Vielleicht. Aber Erfolg beweist vorallem auch die ständig wachsende Zuschauerzahl (sie hat sich in den 10 Jahren mehr als verdoppelt) und auch die Kritiken bestärken uns darin, unsere Freilichtbühne mit Stolz als Erfolg zu bezeichnen. Und seid versichert: das Ende unseres Strebens ist noch nicht erreicht! |