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"Die neue Feuerspritz'n"

Beschreibung:

Und wieder fanden die Aufführungen des neuen Stückes am Buchberg statt. Dieser Spielort hat es den Zuschauern und den Spielern gleichermassen angetan. In mitten der Natur gelingt es den Akteuren mehr den je, die Zuschauer in die besondere Welt des Schauspiels zu entführen.
In dieser  Komödie dreht sich alles um den Bürgermeister einer kleinen dörflichen Gemeinschaft. Er ist zwar das Oberhaupt der Gemeinde und hat überdies noch das Amt des Feuerwehrkommandanten inne, doch führt Zuhause in der Familie seine Frau das Regiment. Dies stärkt nicht gerade seine Autorität gegen über den Gemeinderäten; deren Spott bleibt offenkundig. Nun bekommt die Gemeinde eine neue Feuerspritze und ein grosses Fest soll die Übergabe umrahmen. Geladen ist auch der Adel und ebenso das Gesinde nimmt an diesem Feste teil. Dass es dabei zu witzigen Konstellationen kommt ist natürlich schon vorprogrammiert.

In der Hauptrolle glänzt diesmal Albert Hutzler, der den Charakter des Bürgermeisters Xaver Stingl sehr gut trifft. Seine Frau Kreszenz, das Biest in diesem Stück, wird verkörpert durch Annelie Kraus. Für sie hielt dieses Stück diese Paraderolle bereit, in der sie ihr Talent frei entfalten kann und mit ihrer Bissigkeit dem Zuschauer doch das eine oder andere Mal den Atem raubt. Die liebliche Tochter Gisela spielt Kerstin Donhauser, deren packendes Schauspiel wohl jedem noch vom "G'hoamnis ums Bergkreuz" bekannt ist. Sie verliebt in den Lehrer Kilian, ein wahrer Pedant wie er im Buche steht, überzeugend verkörpert von Peter Schorner. Für eine gelungene Stimmung bei Versammlungen und Festen sorgen die Gemeinderäte. Den Baderwaschl, ein kleines Schlitzohr, stellt Stefan Reindl dar. Die Rosel wird gespielt von Monika Luber, der Wastel wird verkörpert von Markus Nagler. Durch ihren Witz und ihre spitzen Bemerkungen in fröhlicher Runde wird man gekonnt in das Gemeindeleben der Distelfinger entführt. Zu Festakt geladen ist auch der Baron in dessen Rolle Thomas Reiß schlüpft. Dieser verleiht dem tatrigen und unbeholfenen Adeligen, der oft auch ziemlich desinteressiert wirkt, auf überzeugende Art und Weise den nötigen Hauch von Humor und Würde. Das Gesinde des Stingelhofes, die Magd Resei und der Knecht Hias, werden von Claudia Tremel und Sepp Meier gespielt. Durch ihre Schlichtheit im Geiste und den rauhen Ton der Magd, den Claudia immer richtig trifft, sorgt sie doch für etwas Unruhe. Der verliebte Hias dagegen hätte wohl nichts dagegen, vom Anfang des Stückes bis zu dessen Ende mit Resei zu schmusen.