Liebe Leser,
die Spielsaison ist nun vorbei.
Tatsächlich alle Aufführungen konnten bei bestem Wetter stattfinden und wir hatten jede Menge Spaß bei diesem Stück. Es war wieder mal eine schöne Abwechslung zu den bisherigen Stücken, da es ein weites Spektrum von Szenerien und Emotionen geboten hat: von lustig-derben Räuberszenen bis hin zu sehr traurigen und harten Darstellungen des Alltags im 18. Jahrhundert.
Insgesamt lief alles wie am Schnürchen. Es gab aus meiner Sicht keine nennenswerten Probleme - hinter der Bühne ging es wieder sehr familiär zu und die Aufführungen würde ich, abgesehen von kleinen Versprechern, ebensfalls als gelungen bezeichnen. Es war auch schön, dass viele der Zuschauer nach den Vorstellungen wieder zu uns auf die Bühne kamen, um ein paar Worte zu wechseln. Auch da ging es familiär zu.
"Und? Hot sa se reniert?", fragt der Lissaboner am Ende des Stückes.
Diese Frage kann sich nun jeder stellen. Ich würde sie für mich bezüglich der diesjährigen Saison so beantworten:
Ja. Die viele Mühe und Zeit wurden uns mit dem Lob und Zuspruch der Zuschauer mehr als ausreichend vergolten.
Ich bin oft versucht, Vergleiche anzustellen und das Stück in die Top Ten meiner Lieblingsstücke einzuordnen. Dann würde ich den Hiasl nahe beim Geisterbräu ansiedeln. - jetzt würde Euch interessieren, wie meine Top-Ten-Liste ausschaut, gell? Aber das verrate ich vielelicht ein andermal.
Was mir heuer am besten gefallen hat, das war ganz eindeutig unser Nachwuchs. Ich bin so begeistert von unseren Theaterkindern - und Jugendlichen, mit welcher Begeisterung, aber auch Disziplin, sie beim Bayrischen Hiasl mitgewirkt haben. Ob die Kinderszene mit dem Landrichter oder die starke Präsenz vom Anderl - ein tolles tiefgreifendes Erlebnis für mich.
Die ergreifendste Moment war für mich der Bericht vom Wolkenschieber, wenn er den Blick von Boden hebt und in die Scheinwerfen aus dem Strarren Blick seiner Augen blitzten - aus meiner Perspektive immer wieder ein Gänsehauterlebnis. Da war viel Kraft und Ausdruck in dieser Szene zu spüren.
Pradox für mich waren die Szenen mit der Moni - es hatte mich einmal an die Geierwally erinnert und dass ich es ihr wohl jetzt zurückzahle ;-) - natürlich ist dieser Satz mit einem Augenzwinkern versehen.
Das schöne Leben auf und hinter der Bühne ist nun vorbei. Wir konnten die letzten Nächte nach den Aufführungen am Lagerfeuer weiterfeiern und die Abende gut ausklingen lassen.
Gestern war der große Aufräum- und Abbautag. Aufräumen, Putzen und Bühne, Tribühne, Beleuchtung, Kulissen und alles was wir sonst noch zum Buchberg gebracht haben wurde wieder abmoniert und nach Schnaittenbach gebracht, um dort eingelagert zu werden. Dies geschah leider bei leichtem Dauerregen - daber dafür waren wir so schnell ferrig wie noch nie! Der Moment, als ich mich am Abend von der Aufräumtruppe verabschiedete war dann auch der Moment, mich vom Hiasl und der diesjährigen Saison zu verabschieden. Wenigstens im Herzen. Das wars. Es ist für mich vorbei.
Es kommt noch die Nachbesprechung - hier werden wir resümieren und versuchen, mit konstruktiver Kritik uns für die folgenden Jahre zu verbessern.
Der Hiasl-Block wird nun hier enden. Vieleicht hat es ihnen ja Spaß gemacht ihn zu lesen - ich hatte Freude, ihn zu schreiben, auch wenn ich mir das anfänglich zugegebenermaßen anders vorgestellt hatte. Ich dachte ich käme öfter dazu - aber die Realität ist eben doch oft anders als die Idee. Mal sehen, vielleicht gibts ja nächtes Jahr wieder einen Blog - von einem andreen Spieler oder einer involvierten Person. Wir werden sehen. Ich bedanke mich fürs Mitlesen und wünsche Euch alles Gute!
Der Hiasl ist nun zu Ende ich verbliebe mit den besten Grüßen
Euer Christian
PS: Wer nächstes Jahr wieder am Buchberg dabei sein möchte: Nicht vergessen - 1. Dezember Vorverkaufsstart! Was wir spielen wird hier noch rechtzeitig unter www.buchbergbuehne.de bekanntegeben!
|
|

Christian
11:37:06