Die nächste Station auf dem Weg zur Premiere war die Leseprobe.
Nachdem schon im letzten Blog-Eintrag beschriebenen, ausgedehnten Begrüßungsritual (wir haben uns ja schon lange nimmer gesehen), 15-30 Minuten kann das dann schon dauern, widmeten wir uns einer sehr konzentrierten Leseprobe, bei der der Text zum ersten mal gemeinsam gelesen wurde. Die Gruppe war fast komplett anwesend, so dass die meisten Rollen auch vom jeweiligen Darsteller gelesen wurden. Wir haben die Leseprobe aufgezeichnet, diesmal zum ersten mal mit zwei Aufnahmegeräten und tatsächlich versagte eines davon schon im ersten Akt. Tja, manchmal hat man einfach einen Riecher für sowas. Die Aufzeichnung ist meiner Meinung nach gut gelungen und wird wie jedes Jahr an die Spieler zu Lern- und Übungszwecken weitergegeben.
Für mich war es interessant zu sehen, welchen Ausdruck die einzelnen Spielerkollegen ihrer Rolle verliehen. Einige hatte ich so erwartet, andere haben mich überrascht. Dem Hias zum ersten mal eine Stimme vor Zuhörern zu geben fand ich auch spannend. Ich habe meinen Text vorher mehrmals durchgelesen und die Betonungen immer wieder geändert. Es ist schön mit Sprache zu spielen und festzustellen, wie sehr sich die Bedeutung ändert, wenn sich der Akzent nur um eine Silbe verschiebt. Es wird sich bestimmt noch viel ändern. Nun - letztendlich wird die Rolle ja auch erst auf der Bühne geformt und erhält dort seinen Grob- und Feinschliff.
Wir hatten beim Lesen immer wieder viel Spaß, denn auch wenn das Thema schon grundlegend ein ernstes ist, gibt es im Stück ziemlich lustige Stellen. Besonders die derberen Figuren im Räubermileu haben für Lacher gesorgt.
Der nächste Meilenstein wird wohl die erste Bühnenprobe sein. Kann also sein, dass ich mich erst im April wieder melde.
Bis dahin seid herzlich gegrüßt
Eurer Hiasl
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Hiasl-Blog
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